Nach einer viel zu langen Nacht gab es eine Portion Haferschleim zum Frühstück. Gut gestärkt ging es um 8 Uhr los auf unseren Abstieg. Die ersten 10 Kilometer verliefen auf einem Grat. Dieser war allerdings an vielen Stellen bewaldet. Die Flora war ganz „Herr der Ringe“ Style.
Ausblicke genießen konnten wir leider nicht, da wir die ganze Zeit Nieselregen hatten. Nach den ersten 6 Kilometern gab es eine kleine Schutzhütte.
Der Weg führte eigentlich nur durch Wald. Manchmal konnte man vielleicht einen Vogel erblicken.
Die zweite Hälfte des Weges an diesem Tag verlief entlang einer alten Bahntrasse. Diese wurde vor 100 Jahren verwendet um Holz aus dem Wald zu holen. Vor allem die drei Viadukte sind aus dieser Zeit übrig geblieben.
Die restliche Strecke gingen wir auf alten Bahnschwellen, welche wie eine Art Schneise durch den Urwald verliefen.
Nach 22 Kilometern erreichten wir unsere Lodge, die genauso aufgebaut war wie die am Vortag.
Nur dieses Mal hatte man einen super Blick auf das Meer (vor allem am nächsten Morgen):
Die Hütte war an den Platz gebaut, wo früher ein kleines Dorf für die Holzarbeiter stand. Noch heute kann man Spuren aus dieser Zeit sehen, wenn man den kleinen Weg runter zum Strand folgt.
Die Zimmer und das Essen waren wie am Vortag. Auch das pünktliche „ins Bett gehen“ wurde wie gehabt beibehalten. Am nächsten Tag hatten wir nur noch 20 Kilometer vor uns. Es war eine bunte Mischung: Wandern am Strand, durch Wälder und über Brücken. Aber wir merkten die 42 Kilometer der Vortage deutlich. Und auf den letzten 8 Kilometern erwischte uns noch ein leichter Regen.
Insgesamt hat uns die Tour sehr gefallen. Allerdings war es an einigen Stellen sehr matschig (die Neuseeländer stört das wenig, die laufen teilweise durch 30 cm tiefe Matschpfützen, auch wenn danach die Schuhe nass sind). In dem Blog sind jetzt eher die sonnigen Bilder, wir hatten aber auch recht nasse Zeiten. Die Schuhe musste man übrigens über Nacht vor die Hütte stellen, also leicht feuchte, kalte Schuhe waren am nächsten Tag garantiert!
Oli bei den Hobbits
die Reise geht weiter
Hallo Oli,
es ist euch groß anzurechnen, dass ihr bei diesem teilweise miesem Wetter die 3-Tage-Tour geschafft habt und noch dazu mit Haferschleim im Bauch. Es ist aber eine herrliche unberührte Natur und so konnten wir aus der Ferne den Gipfelrundweg miterleben. Gefreut haben wir uns sehr über die stimmungsvolle Musikeinlage vom Sternenhimmel.
Heute haben wir Conny auch schon von zuhause per Telefon begrüßt. Und nun wünschen wir dir noch weitere schöne Erlebnisse bei verträglichem Wetter.
Ich reise jetzt immer weiter in den Norden und da ist es wieder deutlich wärmer 😉
Gruß Oli