Seit langem habe ich mich auf diesen Ausflug gefreut und endlich ist es soweit. White Island ist die Insel, mit dem einzigen aktiven Vulkan Neuseelands. Lava kann man zwar dort nicht sehen, aber es sieht trotzdem sehr abenteuerlich aus. Um auf die Insel zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten, entweder mit dem Helikopter fliegen oder man fährt mit dem Schiff. Ich habe mich für das Schiff entschieden, da es doch einen deutlichen Preisunterschied gibt.
Die Schifffahrt ist mit 1,5 Stunden nicht kurz. Unsere Gruppe bestand aus 30 Leuten. Da wir nicht bestes Wetter hatten, schwankte das Boot deutlich im Meer. Stehen ohne sich wo festzuhalten war nicht möglich! Ich dachte immer, dass ich nicht anfällig gegen Seeübelkeit bin, aber selbst mir wurde bei dem starken Seegang etwas mulmig. Die erste Attraktion waren auf halben Weg ein paar Delphine die neben unserem Boot schwammen.

Nun kamen wir immer näher an unser Ziel. Man konnte deutlich Rauch von der Insel aufsteigen sehen.


Einen echten Landungssteg gab es nicht, deswegen mussten wir gruppenweise in ein Schlauchboot umsteigen und mit diesem an der Insel anlanden.

Auf der Insel musste jeder einen Helm tragen. Zudem hatte jeder eine eigene Gasmaske, die man nach Bedarf nutzen konnte. Die Rauchschwaden sahen harmlos aus, aber wenn man sie einatmete brannte es deutlich in Nase, Hals und in den Augen.


Besonders die gelben Farben auf der Insel waren etwas besonders.




Bei der einstündigen Führung konnten wir sogar in den Krater schauen. Übrigens ist der Vulkan 2007 das letzte Mal ausgebrochen.

Auf der Insel verlaufen zwei kleine Flüsse. Auch in den Flussläufen ist das Farbenspiel etwas besonders. Und man konnte an beiden Flüssen selber probieren, nach was sie schmecken. Der Erste schmeckte sehr metallisch, der Zweite deutlich nach Zitrone. So einen Geschmack aus einem Fluss hatte ich noch nie erlebt und auch nicht erwartet.

An der Anlegestelle stehen heute noch die Ruinen einer alten Fabrik. Es ist schon viele Jahre her, dass hier Schwefel abgebaut wurde. Ein großes Problem ist allerdings, dass die Gase in Verbindung mit Regenwasser eine Säure bilden, wodurch der Verfall um ein Vielfaches schneller abläuft als in einer normalen Umgebung.

Wie ich schon zum Beginn des Artikels geschrieben habe, freute ich mich seit langem auf diesen Ausflug. Trotz recht schlechten Wetters konnte ich sehr schöne Bilder machen und bin froh die Tour gemacht zu haben.

White Island

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