Wärend wir zwei durch die Gegend kurvten, schaut der Beifahrer immer in der App Wikicamps, ob es interessante Orte entlang der Strecke gibt. Bei diesem Punkt stand: „Kajaking, Rafting and Cliff Diving“ Klingt interessant, also schnell neben der Straße parken und zum Fluss schauen. Beim ersten Blick sahen wir, dass in dem Wasser keiner Cliff Diving, geschweige den schwimmen wollte.
Allerdings sahen wir ein paar Kajaker und Raftingboote die diesen Fluss entlang paddelten. Eine nette Frau erklärte uns, dass die japanische Raftig Mannschaft hier für einen Wettkampf trainiert und eine Schulklasse auf einem Ausflug ist. Aber uns fiel am Strand etwas ganz anderes auf: Der Sand glitzert ja total! Ist das Gold? Kurz vor dem kleinen Strand stand auch ein Schild, dass in diesem Gebiet das Schürfen für jedermann erlaubt sei, aber man keine Maschinen nutzen darf. Im Goldrausch ging ich nochmal schnell zum Auto und holte eine Müslischale und ein Schneidebrett um unser Glück zu probieren. Daraufhin versuchten wir fast 2 Stunden Gold aus dem Sand zu waschen und wir fanden auch ein paar glänzenden Stückchen, die wir in einer Tupperdose sammelten.
Naja wenige Tage später kam die Ernüchterung. Auf einem Campingplatz trafen wir einen alten Mann, der seit 10 Jahren mit einem Campingbus durch Neuseeland reist und sonst keinen festen Wohnsitz hat. Ursprünglich kommt er aus Holland. Und er schöpfte vor seinem Campingbus mit der richtigen Ausrüstung Gold. Nur als Hobby hat er versichert. Wir zeigten ihm unseren Fund und er analysierte es etwas und musste uns leider offenbaren, dass es sich bloß um andere Segmente handelte und um kein echtes Gold. Er zeigte uns aber, wie man es richtig macht um Gold zu finden. Und bei dem Infozentrum in der Nähe könne man sich die Ausrüstung auch leihen. Vielleicht habe ich ja mal Langeweile und probiere es selber aus. Zum Trost, dass unser Fund nicht echt war, gab er uns aber ein Teil von seiner Tagesarbeit ab. Total nett von dem Mann! So schnell werden wir ihn nicht vergessen.
Oli bei den Hobbits
die Reise geht weiter