Da es leider den ganzen Tag regnete, musste ich bis kurz vor 17 Uhr warten um meine Wanderung zum Kjeragbolten zu starten. Entsprechend wenig war verständlicherweise auf der Strecke los, da ich erst von 19 bis 20 Uhr an der eigentlichen Attraktion ankam. Und am Auto war ich sogar erst wieder um 22 Uhr. Das geht natürlich nur, weil Norwegen so nördlich liegt, dass die Sonne erst sehr spät untergeht. Die Bilder vom Weg sind auf dem Rückweg entstanden, da dort das Abendlicht deutlich schöner war.
Auf diesem Parkplatz müssen alle parken, um 22 Uhr war er aber komplett leer. Besonders cool finde ich die futuristischen Hochspannnungsmasten rechts im Bild. Der gesamte Weg ist sehr gut ausgebaut, teilweise fühlt man sich wie auf einem Pflasterweg im altem Rom. Entlang des Weges gibt es kleine Wasserfälle. Auf halber Strecke gibt es sogar eine Notfallhütte mit Ofen. Leider gibt es viele Touristen, die die 6 km einfache Strecke unterschätzen. Je weiter man auf dem Weg kommt, desto felsiger wird der Weg. An vielen Stellen muss viel auf Reibung getreten werden. Das ist schwierig für nicht so bergerfahrene Leute. Kurz vor dem Ziel sieht man die riesigen Steilklippen über dem Fjord. Ein Wasserfall fällt ins Tal. Ein Großteil des Wassers wird aber durch den Wind wieder nach oben gewirbelt. Die lezten Meter zum Kjeragbolten waren noch sehr schneelastig. Das ist der Kjeragbolten. Ein überdimensionaler Kieselstein der in einer Spalte klemmt. Das typische Bild vom Kjeragbolten. Die Tropfen im Bild kommen von unten durch den Wind vom Wasserfall. Es ist kein Regen.. Leider hatte ich starkes Gegenlicht. Knapp unterhalt des Parkplatztes fand ich noch diesen schönen Wasserfall.
Um auf den Kjeragbolten zu kommen muss man um den linken Felsen gehen. Dort ist auch ein extra Schild, dass an einem bestimmten Ort gewartet werden soll um nicht im Bild von anderen zu sein. Also zur Hauptsaison in der Mittagszeit heist es dann Schlange stehen.