Der Trolltunga ist quasi die bekannteste Felsnase in ganz Norwegen. Es gibt allerdings ein großes Problem, der Weg zu dem Fotospot ist 14 km lang. Deswegen müssen 28 km mit ca. 1200 Hm an einem Tag gelaufen werden, das ist nicht ohne. Nur wenig Autos dürfen jeden Tag die kleine Serpentinenstraße auf den oberen Parkplatz fahren. Von dort ist die Strecke nur noch 22 km lang.
Der wahrscheinlich teuerst Parkplatz Norwegens mit 50 € für 24 Stunden. Früher nahm eine Standseilbahn die ersten 500 Hm ab, diese ist aber seit über 10 Jahren außer Betrieb und mittlerweile teilweise abgebaut. Die neue Serpentinenstraße existiert erst seit 2 Jahren und darf pro Tag nur von 30 Autos befahren werden. Nach jedem Kilometer befindet sich ein Entfernungsschild, hier war ich bei der Halbzeit. Die zweite Hälfte des Weges verlief über eine Art Hochplateau. Wir mussten eigentlich nie über Schnee laufen. Macht man die Tour aber etwas früher im Jahr ist dies unumgänglich. Allerdings sollte man darauf achten, wo Seen sind. Kurz vor dem Ziel hat man schon einen hervorragenden Blick. Und dann waren wir an der eigentlichen Trollzunge. Postkartenidylle pur!
Auch wenn es auf den Bildern so einsam aussieht: Der Eindruck täuscht. Wir sind bereits um 6 Uhr frühs am Parkplatz gestartet und mussten bereits in einer Schlange 10 min anstehen für unser Bild. Startet man später kann die Schlange bis zu 2 h lang werden.
Ach und den Rückweg von 14 km sollte man auch immer im Hinterkopf behalten. Wir wunderten uns sehr wer uns noch entgegen kam, als wir auf dem Rückweg waren. Leider gibt es in den letzten Jahren viele Rettungsaktionen, weil sich Touristen stark überschätzen. Deswegen gibt es auf der gesamten Strecke auch 3 Notfallhütten.